Projekt „Nina“: Es geht voran

Uiuiui … Und da sind wir erst in Kapitel zwei! Aber ob es wirklich das ist, wonach es aussieht? Das wird natürlich noch nicht verraten 😉

Gerade beginne ich mit Kapitel drei meines neuen Romans. Der Anfang lief etwas schleppend, was insbesondere daran lag, dass ich nach der langen Überarbeitungsphase für Memories of your Smile Schwierigkeiten hatte, wieder in den Rohentwurfsmodus zu kommen, was bedeutet: akzeptieren, dass das, was man da schreibt, noch nicht rund ist, dass da noch viele Details fehlen, einem alles noch ein bisschen schlicht und holprig vorkommt. Ich muss immer wieder daran denken, mir selbst zu sagen: „Das ist jetzt erstmal okay so, du hast noch viele Korrekturrunden, um alles wachsen und gedeihen zu lassen.“

Jetzt geht es erst einmal darum, die Story aufzuschreiben. Allmählich habe ich das Gefühl, meine Protagonisten besser zu kennen. Sie schleichen sich im Alltag immer öfter in meine Gedanken und das ist ein gutes Zeichen. Wir sind gemeinsam auf dem Weg.

Mein neues Projekt: „Nina“

Unter dem Arbeitstitel „Nina“ entsteht gerade meine neue Geschichte.

Wer „Memories of your Smile“ gelesen hat, kennt Nina Degenhardt bereits. Was der stets gut gelaunten jungen Frau so alles widerfahren ist, nachdem sie schweren Herzens bei Jessica gekündigt hat, um ein Studium zu beginnen, erfahrt ihr in meinem nächsten Roman.

Der steht noch ganz am Anfang, doch ich halte euch hier natürlich auf dem Laufenden!

Plotten, planen, Inspirationen sammeln… Auf Pinterest gibt es viele Anregungen für neue Charaktere:Planung neues Buch

Erste Worte… Wie sagte Hermann Hesse so schön? „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ (aus dem Gedicht „Stufen“)Neues Buchprojekt

Writing keeps me sane

Zurzeit stelle ich fest: Das Schreiben – oder generell die Arbeit an meinem Roman – ist manchmal auch ein bisschen Alltagsflucht.

Zurzeit stelle ich fest: Das Schreiben – oder generell die Arbeit an meinem Roman – ist manchmal auch ein bisschen Alltagsflucht.

Es passieren grade so einige Dinge in meinem Leben, mit denen ich mich am liebsten gar nicht beschäftigen möchte. Und auch, wenn ich da natürlich nicht drum herum komme, ist es fürchterlich nützlich, danach sagen zu können: Ich muss jetzt noch am Buch arbeiten. Und dann taucht man ab. Blendet die Realität einfach aus.

Einhorn-Roman-Tamara-Leonhard

 

Ich gebe zu: In meinem Roman kommen keine Einhörner vor. Auch keine Drachen oder Elfen. Aber trotzdem erlaubt mir das Schreiben, mich in eine Fantasiewelt zurückzuziehen. Diese Auszeiten im Kopf helfen, um bei Sinnen zu bleiben.

In dieser anderen Welt ist zwar auch nicht immer alles eitel Sonnenschein, aber zumindest habe ich die Möglichkeit, selbst ein Happy End zu schaffen. Ich weiß, wenn ich das möchte, wird am Ende alles gut. Dann bekommt der Junge das Mädchen und der Böse eins auf den Deckel. Ich halte die Fäden in der Hand.

Wobei … so ganz stimmt das auch wieder nicht. Es ist ja nicht so, als würden meine Figuren immer das machen, was ich ihnen sage. Von wegen! Da denkt man sich eine Geschichte aus, beginnt mit dem Schreiben, baut noch die ein oder andere neue Idee mit ein, ist sich aber im Großen und Ganzen sicher, wie es laufen soll. Und dann machen die einfach nicht mit. Plötzlich findet man sich mit ratlosem Gesicht vor dem Computer und fragt seine Protagonisten: „Äh, Verzeihung: Was treibt ihr da eigentlich?“

Hört sich verrückt an? Tja … so viel zu der Idee, durch das Schreiben bliebe man bei Sinnen.

Doch es stimmt. In meinem Roman ist ein ganzer Handlungsstrang entstanden, nur weil ich neugierig darauf war, was wohl passiert, wenn ich meinen Plan beiseitelege und die Figuren einfach mal machen lasse. Und ich finde, es war eine gute Entscheidung. Es hat ihnen das Leben vielleicht nicht gerade leichter gemacht, aber sie konnten daran wachsen. So ist es ja auch im echten Leben. Schwierigkeiten zu meistern, macht uns stärker.

Trotzdem bin ich froh über meine kleine Welt bei meinen Protagonisten. Meine tägliche Reise zu Tim und Jessica nach Berlin hilft, den Kopf zu sortieren und mit mehr Ruhe und Klarheit wieder nach Hause zu kommen. Und da bin ich schließlich auch sehr gerne!

 

Im Testleserfeedbackdschungel

Beim Durchsehen der Rückmeldungen meiner ersten Testleser wurde mir schnell klar: Ich liiiiebe es!

Feedback zum Manuskript zu lesen macht irre Spaß. Und zwar nicht nur die Lobhudelei

Liebesroman-Testleser

Beim Durchsehen der Rückmeldungen meiner ersten Testleser wurde mir schnell klar: Ich liiiiebe es!

Feedback zum Manuskript zu lesen macht irre Spaß. Und zwar nicht nur die Lobhudelei – auch wenn ich mich natürlich riesig gefreut habe, dass so viele positive Anmerkungen dabei waren. Doch auch die Kritikpunkte sind wahnsinnig hilfreich, gerade, wenn sie so freundlich formuliert und erklärt werden, wie das meine wundervollen Testleserinnen tun. Es ist unglaublich interessant zu sehen, wo ein anderer Blickwinkel oder Hintergrund nochmal völlig neue Fragen aufwirft.

Als ich die Manuskripte rausgeschickt habe, war das so der Moment, in dem meine Figuren einen ersten, zaghaften Schritt heraus aus meinem Kopf in die große, weite Welt gewagt haben. Zu sehen, dass sie dort liebevoll willkommen geheißen werden, ist ein Wahnsinnsgefühl. Und wenn dann andere Menschen nochmal ganz neue Seiten an ihnen entdecken, oder ihr Wesen so auf den Punkt bringen, dass man beim Lesen laut rufen will: „Yes!“, ist das Emotion pur.

Heute verrate ich euch übrigens ein weiteres kleines Detail zu meiner Geschichte: Dass der männliche Protagonist Tim heißt, hatte ich in einem früheren Post ja schon erzählt. Nun sollt ihr auch den Namen der weiblichen Protagonistin erfahren: Sie heißt Jessica. Und zwei Sätze einer Testleserin haben es mir mit ihrer wunderbaren Formulierung, die mir genau aus dem Herzen spricht, so sehr angetan, dass ich mir erlaube, sie an dieser Stelle zu zitieren:

Jessica: „Eine Frau (…), die nach Leben dürstet, es aber nur in ihren schwächeren Momenten weiß.“

Tim: „Jemand, der Flügel hat, sich aber insgeheim nach einem Nest sehnt.“

Wunderschön gesagt, nicht wahr?

Nun müssen aber insbesondere die Kritikpunkte und Unklarheiten im Manuskript überarbeitet werden. Und da stellt sich natürlich die Frage: Was ist persönliche Meinung, die ich so stehen lassen möchte, und was muss definitiv geändert werden? Keine leichte Aufgabe! Aber ich nehme die Herausforderung gerne an.

Übrigens habe ich festgestellt, dass sich im ersten Kapitel ganz schnell zwei Lager gebildet haben: Die einen mögen nach den ersten Seiten Tim ein bisschen lieber, die anderen sind eher „Team Jessica“. Das ist echt spannend zu beobachten, allerdings auch nachvollziehbar, denn die beiden sind schon recht verschieden. Und so ist doch gleich für jeden etwas dabei 🙂

Autorenalltag und so…

Wie so viele meiner Kollegen (und *innen, aber das gleich vorneweg: das Gendern spare ich mir künftig! Es dürfte doch klar sein, dass wir alle gleichermaßen gemeint sind, oder nicht?) gehöre ich zu denen, die irgendwie „schon immer“ geschrieben haben. Oder um es genauer auszudrücken: ich habe mir schon immer Geschichten ausgedacht – ob in Schriftform, als Comic, als selbst aufgenommenes Hörspiel (damals im Kinderzimmer mit meinem ersten Kassettenrecorder) oder einfach in meiner Fantasie.

Es schwirrten auch immer viele Romanideen in meinem Kopf herum. Meist bewegten die sich aber im Fantasy-Genre. Erst dieses Jahr im Mai habe ich herausgefunden, was mir ganz besonders liegt. Und so bin ich nun also unter die Liebesromanautoren gegangen!

Romanautorin-Autorenleben-Tamara-Leonhard

Mit der Geschichte, an der ich zurzeit arbeite, habe ich Ende Mai begonnen und war sofort mit Herz und Seele mittendrin. Wenn ich einmal einen Tag nicht geschrieben habe, habe ich meine beiden Protagonisten regelrecht vermisst und war zumindest gedanklich mit ihnen unterwegs.

Da ich wochentags um acht Uhr auf der Arbeit sein muss, habe ich mir angewöhnt, um fünf Uhr aufzustehen, sodass ich jeden Morgen meine anderthalb Stunden zum Schreiben habe. Es ist erstaunlich: Noch nie fiel es mir so leicht, früh aufzustehen. Während der Sommermonate saß ich oft mit meinem Netbook auf der Veranda und lauschte während des Schreibens dem morgendlichen Konzert der Vögel. Herrlich!

Romanautorin-Liebesroman

Der Sommer ging vorüber und am 1. September setzte ich das kleine, aber so bedeutungsschwere Wort ENDE unter mein letztes Kapitel. Der erste Entwurf war fertig. Oder doch nicht? Tagelang trieb mich das Ende um. Irgendetwas missfiel mir. Schließlich dann der Entschluss: DELETE! Ich habe die beiden letzten Kapitel nochmal komplett umgeschrieben und einen Epilog hinzugefügt. Und endlich fühlte es sich gut an (zumindest so gut, wie sich ein erster Entwurf eben anfühlen kann).

Nun geht es in die nächste Runde: überarbeiten, korrigieren, streichen, ergänzen, umschreiben und dann das Ganze nochmal von vorne. Und nochmal. Und nochmal!

Also sitze ich nun morgens um fünf nicht mehr vor meinem Netbook, sondern vor einem Stapel Blätter. Rund 300 Seiten. Es bleibt viel zu tun, aber auch diese Arbeit macht so viel Freude, dass sich die Schlummertaste meines Weckers furchtbar vernachlässigt fühlt.

Manuskript-Liebesroman