Hallo Welt – „Projekt Nina“ vs. Testleser

Roman editieren

Nachdem ich meine ersten Korrekturen in Akt 1 von Ninas Geschichte eingearbeitet hatte, durften sich Kapitel 1-8 schon einmal auf den Weg zu den ersten Testlesern machen. Auch dieses Mal war das wieder ein spannender Moment. Meine Protagonisten machen erste Schritte ganz allein in die Welt hinaus. Werden sie freundlich aufgenommen?

TestleserDie Erleichterung kam zum Glück schon wenig später per Messenger. Immerhin zeugte die erste Rückmeldung nicht von Langeweile beim Lesen 🙂

Die Unterstützung meiner Testleser ist so wertvoll! Jede kleine Bestätigung motiviert zum Weitermachen, jede Kritik und jeder Verbesserungsvorschlag helfen mir, das Beste aus meiner Geschichte zu machen … Liebe Testleser, ihr seid wahre Helden!

Testleser Roman

 

 

#AmEditing – Ich liebe das Überarbeiten :-D

Endlich steht ein Rohtext von „Projekt Nina“, mit dem ich nun arbeiten kann:

Tamara-Leonhard-neuer-Roman

Nun beginnt die eigentliche Arbeit 😉 Mehrere Szenen und insbesondere jede Menge Details wollen im ersten Schritt einmal ergänzt werden.

liebesroman-in-arbeit

Es wartet viel Arbeit, aber zum Glück macht mir das Überarbeiten wirklich Spaß 🙂

Writing keeps me sane

Zurzeit stelle ich fest: Das Schreiben – oder generell die Arbeit an meinem Roman – ist manchmal auch ein bisschen Alltagsflucht.

Zurzeit stelle ich fest: Das Schreiben – oder generell die Arbeit an meinem Roman – ist manchmal auch ein bisschen Alltagsflucht.

Es passieren grade so einige Dinge in meinem Leben, mit denen ich mich am liebsten gar nicht beschäftigen möchte. Und auch, wenn ich da natürlich nicht drum herum komme, ist es fürchterlich nützlich, danach sagen zu können: Ich muss jetzt noch am Buch arbeiten. Und dann taucht man ab. Blendet die Realität einfach aus.

Einhorn-Roman-Tamara-Leonhard

 

Ich gebe zu: In meinem Roman kommen keine Einhörner vor. Auch keine Drachen oder Elfen. Aber trotzdem erlaubt mir das Schreiben, mich in eine Fantasiewelt zurückzuziehen. Diese Auszeiten im Kopf helfen, um bei Sinnen zu bleiben.

In dieser anderen Welt ist zwar auch nicht immer alles eitel Sonnenschein, aber zumindest habe ich die Möglichkeit, selbst ein Happy End zu schaffen. Ich weiß, wenn ich das möchte, wird am Ende alles gut. Dann bekommt der Junge das Mädchen und der Böse eins auf den Deckel. Ich halte die Fäden in der Hand.

Wobei … so ganz stimmt das auch wieder nicht. Es ist ja nicht so, als würden meine Figuren immer das machen, was ich ihnen sage. Von wegen! Da denkt man sich eine Geschichte aus, beginnt mit dem Schreiben, baut noch die ein oder andere neue Idee mit ein, ist sich aber im Großen und Ganzen sicher, wie es laufen soll. Und dann machen die einfach nicht mit. Plötzlich findet man sich mit ratlosem Gesicht vor dem Computer und fragt seine Protagonisten: „Äh, Verzeihung: Was treibt ihr da eigentlich?“

Hört sich verrückt an? Tja … so viel zu der Idee, durch das Schreiben bliebe man bei Sinnen.

Doch es stimmt. In meinem Roman ist ein ganzer Handlungsstrang entstanden, nur weil ich neugierig darauf war, was wohl passiert, wenn ich meinen Plan beiseitelege und die Figuren einfach mal machen lasse. Und ich finde, es war eine gute Entscheidung. Es hat ihnen das Leben vielleicht nicht gerade leichter gemacht, aber sie konnten daran wachsen. So ist es ja auch im echten Leben. Schwierigkeiten zu meistern, macht uns stärker.

Trotzdem bin ich froh über meine kleine Welt bei meinen Protagonisten. Meine tägliche Reise zu Tim und Jessica nach Berlin hilft, den Kopf zu sortieren und mit mehr Ruhe und Klarheit wieder nach Hause zu kommen. Und da bin ich schließlich auch sehr gerne!

 

Im Testleserfeedbackdschungel

Beim Durchsehen der Rückmeldungen meiner ersten Testleser wurde mir schnell klar: Ich liiiiebe es!

Feedback zum Manuskript zu lesen macht irre Spaß. Und zwar nicht nur die Lobhudelei

Liebesroman-Testleser

Beim Durchsehen der Rückmeldungen meiner ersten Testleser wurde mir schnell klar: Ich liiiiebe es!

Feedback zum Manuskript zu lesen macht irre Spaß. Und zwar nicht nur die Lobhudelei – auch wenn ich mich natürlich riesig gefreut habe, dass so viele positive Anmerkungen dabei waren. Doch auch die Kritikpunkte sind wahnsinnig hilfreich, gerade, wenn sie so freundlich formuliert und erklärt werden, wie das meine wundervollen Testleserinnen tun. Es ist unglaublich interessant zu sehen, wo ein anderer Blickwinkel oder Hintergrund nochmal völlig neue Fragen aufwirft.

Als ich die Manuskripte rausgeschickt habe, war das so der Moment, in dem meine Figuren einen ersten, zaghaften Schritt heraus aus meinem Kopf in die große, weite Welt gewagt haben. Zu sehen, dass sie dort liebevoll willkommen geheißen werden, ist ein Wahnsinnsgefühl. Und wenn dann andere Menschen nochmal ganz neue Seiten an ihnen entdecken, oder ihr Wesen so auf den Punkt bringen, dass man beim Lesen laut rufen will: „Yes!“, ist das Emotion pur.

Heute verrate ich euch übrigens ein weiteres kleines Detail zu meiner Geschichte: Dass der männliche Protagonist Tim heißt, hatte ich in einem früheren Post ja schon erzählt. Nun sollt ihr auch den Namen der weiblichen Protagonistin erfahren: Sie heißt Jessica. Und zwei Sätze einer Testleserin haben es mir mit ihrer wunderbaren Formulierung, die mir genau aus dem Herzen spricht, so sehr angetan, dass ich mir erlaube, sie an dieser Stelle zu zitieren:

Jessica: „Eine Frau (…), die nach Leben dürstet, es aber nur in ihren schwächeren Momenten weiß.“

Tim: „Jemand, der Flügel hat, sich aber insgeheim nach einem Nest sehnt.“

Wunderschön gesagt, nicht wahr?

Nun müssen aber insbesondere die Kritikpunkte und Unklarheiten im Manuskript überarbeitet werden. Und da stellt sich natürlich die Frage: Was ist persönliche Meinung, die ich so stehen lassen möchte, und was muss definitiv geändert werden? Keine leichte Aufgabe! Aber ich nehme die Herausforderung gerne an.

Übrigens habe ich festgestellt, dass sich im ersten Kapitel ganz schnell zwei Lager gebildet haben: Die einen mögen nach den ersten Seiten Tim ein bisschen lieber, die anderen sind eher „Team Jessica“. Das ist echt spannend zu beobachten, allerdings auch nachvollziehbar, denn die beiden sind schon recht verschieden. Und so ist doch gleich für jeden etwas dabei 🙂

The first draft of anything …

„The first draft of anything is shit“

Das jedenfalls sagte Ernest Hemingway einmal. Und der kannte sich schließlich aus.

Ich finde dieses Zitat sehr ermutigend, wenn ich vor meinem ausgedruckten Manuskript sitze und ganze Passagen streiche, um ein Stück weiter völlig neue Szenen hinzuzufügen. Es geht nicht nur mir so!

Nachdem das Schreiben der ersten Kapitel nun schon eine ganze Weile zurück liegt, ist es richtig spannend, wieder in die Anfänge der Geschichte einzutauchen.

Manuskript-editieren-Tamara-Leonhard

Manche Seiten werden vorerst nur ein wenig verändert, andere müssen komplett umgestellt werden. Viele Details werden sich sicher auch erst beim zweiten, dritten oder vierten Überarbeiten ändern.

Wichtig ist jetzt erst einmal: Ist der Plot flüssig und das Verhalten der Figuren schlüssig (ha, das reimt sich sogar)?

Mit genug Kaffee wird’s schon werden! Also, weiter im Text…