Interview mit Mike McSooner

Dieses Interview ist am 14.04.2018 auf dem Facebook-Blog Janinequatschmatsch erschienen und wird hier mit freundlicher Genehmigung als Gastbeitrag von Janine nochmals veröffentlicht:


janinequatschmatsch

Dieses Interview hat mir mega viel Spaß gemacht und ich hoffe, euch macht es genauso viel Spaß dieses Interview zu lesen!

Hallo, Mike! Vielen Dank das zu dir die Zeit genommen hast! Ich hoffe es sind nicht nur stereotype Fragen dabei, aber die sind eben sehr gut, um jemanden kennen zu lernen. 
Ich würde direkt mit der ersten Frage beginnen!

Also: Wie kam es dazu, dass Tamara dich gebeten hat, ein paar Songs für ihr Buch zu schreiben? Kanntet ihr euch schon vorher?

„Wir haben zusammen Phonetik studiert und danach hatten wir erst mal jahrelang keinen Kontakt mehr. Bis uns Facebook wiedervereint hat und wir vor längerer Zeit einen Irish Folk Auftritt zusammen bestritten.“

Ich weiß, was ihr euch fragt, dasselbe Fragezeichen hatte ich nämlich auch im Gesicht! Ich habe mir die Mühe gemacht, es für euch zu googeln.
→ „Die Phonetik (gr. φωνητικός phōnētikós „zum Tönen, Sprechen gehörig“, von φωνή phōnḗ „Stimme“)[1] untersucht als Teil der Lautlehre die Faktoren und Komponenten sprachlicher Laute. Sie ist ein eigenständiges interdisziplinäres Fachgebiet zwischen Linguistik, Biologie, Akustik, Neurowissenschaften und Medizin. Der Gegenstandsbereich der Phonetik ist die gesprochene Sprache in all ihren Realisierungen.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Phonetik)

Jetzt sind wir alle schlauer! Aber ich dachte mir nur: „OMG! Hört sich das schwer an!“ 
Okay, weiter im Text!

Wie cool! Also habt ihr einmal gemeinsam Musik gemacht?

„Jup“

Wann hast du mit dem Songschreiben begonnen?

Mike McSooner, Singer-Songwriter„Ich habe mir mit 17 Jahren (1997) Gitarrespielen selbst beigebracht und eigentlich dann auch schon direkt mit dem Schreiben begonnen, als ich die ersten Akkorde konnte. Einer meiner Evergreens ist aus der Zeit und heißt: Everybody-does-things-better-than-me- blues.“

Hat dich dazu ein Musiker inspiriert? Also Gitarre zu spielen und Lieder selbst zu schreiben?

„Ein Klassenkamerad hat mich dazu inspiriert, mir eine Gitarre zu kaufen. Das mit dem Lieder schreiben kam von ganz alleine. Ich glaube, manchen Menschen steckt das schon von 

Natur aus im Blut. Ich habe damals viel Folk gehört und war beim Songwriting von Cat Stevens und Alan Stivell inspiriert.“

Nimmst du dir regelmäßig Zeit zum Schreiben? Oder hast du immer einen Notizblock dabei und dich überkommen die Ideen spontan?

„Das ist völlig unterschiedlich. Manchmal habe ich spontan eine I

dee auf der Gitarre oder für eine Gesangsmelodie und halte sie in Form einer Soundnotiz fest. Irgendwann greife ich dann darauf zurück und kombiniere es gegebenenfalls mit anderen Notizen. Oder ich setzte mich mit meiner Gitarre hin und spiele so lange, bis ich etwas spannend finde. Dann wird wieder daran gefeilt, bis es ein fertiges Lied ist. Manchmal sind Lieder in ein paar Tagen fertig, andere wiederum liegen jahrelang unfertig in der Schublade. Ich habe aber jetzt jahrelang nichts geschrieben und erst vor einem Jahr wieder angefangen, mich dem Songwriting zu widmen.“

Hattest du eine Schreibflaute oder schlichtweg keine Zeit?

„Während des Studiums wurde es aus Zeitgründen immer weniger und danach habe ich irgendwie den Faden verloren. Ich glaube, mir fehlte sowohl die Inspiration als auch die Zeit dazu.“

Und wie bist du dann wieder dazu gekommen?

„Ich habe ganz langsam wieder angefangen, aktiv Musik zu machen. Ich hab einfach immer häufiger auf Jamsessions gesungen und dabei immer mehr Musiker in Saarbrücken kennengelernt. Und irgendwann war ich dann Teil der Musikszene. Damit kam dann auch wieder die Inspiration. Richtig Auftrieb kam dann schließlich, als ich bei Wallys Singer-Songwriter Battle mitgemacht und tatsächlich gewonnen habe. Alles mit alten Songs. Da dachte ich mir, ich muss neues Material schreiben.“

Nachdem ich „Memories of your Smile“ gelesen habe, halte ich das für eine sehr gute Entscheidung! Schreibst du auch die Melodien zu deinen Liedern selbst?

„Danke! Na klar schreib ich die selbst.“

Schreibst du auch deutsche Lieder? Beziehungsweise, hast du irgendwann einmal vor, auch deutsche Titel zu schreiben?

„Ich habe keine deutschen Texte, will aber tatsächlich in Zukunft einmal ein paar deutsche Lieder schreiben. Das ist allerdings schwieriger als in Englisch. Auch das Singen von deutschen Liedern ist eine Herausforderung für mich. Ich finde, da muss man der Typ für sein.“

Möchtest du dabei deinem jetzigen Musikgenre treu bleiben oder Neues ausprobieren?

„Ich probiere ohnehin immer viel aus und lege mich da nicht fest. Die neueren Songs werden etwas experimenteller. Heißt, es wird zwar weiterhin mal Folk und Blues dabei sein, aber auch härterer Rock, genauso wie Pop.“

Ist Irish Folk/ Blues auch das, was du in deiner Freizeit gerne hörst?

„Ich höre sehr selten Musik und damit bin ich auch nicht der einzige Musiker, den ich kenne. Wenn ich Musik höre, dann gerne Sachen aus meiner Jugend. Einer meiner Favoriten ist allerdings nach wie vor Lynyrd Skynyrd.“

Hast du einen Lieblingsakkord?

„e-Moll  =)“

Und zum Schluss… Hast du bereits Lieder veröffentlicht? Ist ein Album von dir erschienen? Was können wir in Zukunft von dir erwarten?

„Ich habe zwar schon einmal ein Album aufgenommen, bin damit aber nicht so zufrieden und habe es deswegen auch noch nicht vermarktet. Wenn ich wieder die Muße dazu habe, werde ich ein paar Sachen daran überarbeiten. Zur Zeit sammle ich Lieder für ein zweites Album, das ich in ferner Zukunft mit befreundeten Musikern aufnehmen möchte, aber dazu kann ich gerade nichts Konkretes sagen.“

Also müssen wir alle die Augen offen halten! Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Glück für deine musikalische Zukunft!

Also ihr merkt schon, ich hätte ihn noch ewig weiter interviewen können! Zum Ende hin fielen mir immer mehr Fragen ein, die ich unbedingt noch loswerden wollte, wollte ihn aber dann auch nicht stundenlang für mich beanspruchen! 

Vielleicht komme ich eines Tages noch einmal in den Genuss, Mike McSooner ein paar Fragen zu stellen. Wer weiß?! 
Ich würde mich auf jeden Fall sehr darüber freuen.

Ich hoffe dieses Interview konnte euch ein bisschen hinter die Fassade der Person blicken lassen, die so berührende Texte schreiben kann.


Vielen Dank an Janine für das interessante Interview. Ihr findet Janines Blog auf Facebook und auf Instagram:

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Die Songs von Mike McSooner findet ihr >HIER.